
![]()
|
|||||||||
|
![]() |
![]() |
![]() |
Jahresbericht der Präsidentin 2007Das vergangene Vereinsjahr möchte ich als ein eher Schwieriges beschreiben, obwohl
ich auch mit Zufriedenheit feststellen will, dass wir die Probleme und Fragen
klar erkannt haben, sie angehen und auch zu schwierigen Entscheiden bereit
sind. Ich möchte dabei unterstreichen, dass meine Ausführungen
unabhängig davon zu verstehen sind, dass wir die geleistete grosse
Arbeit im Projekt unter schwierigsten Bedingungen würdigen und dies
auch immer wieder ausdrücken.In seinen Sitzungen hat sich der Vorstand zum einen mit der prekären Finanzlage befasst und - was insbesondere ja auch meine Aktivität betrifft - ehrlich dazu bekannt, dass aufgrund unserer beruflichen Belastungen ein intensives Fundraising gegenwärtig eher in den Hintergrund getreten ist. Zum andern aber setzten wir uns (und dieser Prozess dauert an) mit den Plänen hinsichtlich der Projektentwicklung auseinander, die wir an der Jahresversammlung 06 auch unterbreitet und von der Versammlung haben gutheissen lassen, das heisst der längerfristigen Ausrichtung auf eine klar erkennbare Organisation im Projekt Zelt der Völker, der Konzentration auf bestimmte Bereiche durch unsere finanzielle Unterstützung und dem Beizug einer professionellen Beratung, wie sie im Angebot von Mohammad Darawshe aus Israel vorläge. Wie wir wiederholt dem Projektleiter Daoud Nassar gegenüber klar machten, erachten wir diese Strategie als wegweisend, um die Zukunft des Projektes, und damit verbunden des Landbesitzes, zu sichern. Das magere Fundraising einmal beiseite, denken wir- und dies wurde uns von verschiedenen Seiten auch gesagt - dass die Ebene der Finanzierung, auf die wir uns bisher vor allem abstützten, nämlich Einzelpersonen oder -haushalte und (Kirch-)Gemeinden bzw. einige Landeskirchen, nun ausgeschöpft ist. Auch diese Kreise, die anfänglich spontan und ohne grosse strukturelle Forderungen Aufbauhilfe leisteten, erwarten nun weitere Schritte in Richtung einer ausgewiesenen Organisation. Ohne dies gelingt es bei uns nicht, die nächste Ebene der grossen Stiftungen oder des Bundes anzugehen. Und es wird mittelfristig nicht möglich sein, international zu der benötigten Unterstützung zu gelangen. Es war von Beginn an unser Plan, dass sich das Projekt in Bethlehem aus der einseitigen Abhängigkeit zu unserem Freundeskreis löst und auf eine breitere Ebene geführt wird. Dies ist in finanzieller Hinsicht bisher nicht geschehen, obwohl Daoud Nassar grosse Arbeit im Bereich der Grassroot-Begegnungen mit sehr vielen interessierten und begeisterten Menschen von überall her leistet. Diese sind zwar hilfreich für die menschliche Reputation des Projekts, aber wenig lukrativ für die Art finanzieller Investitionen, die nötig wären. Das Projekt "Zelt der Völker", das
in Bethlehem zwar von der Familie Nassar als ein von ihr unabhängiges
Projekt angeschaut wird und unter der Schirmherrschaft des Bethlehem Bible
College steht, wird von aussen her nicht als unabhängige Organisation
wahrgenommen. Dies ist auch de facto nicht der Fall, wenn wir die Arbeitsweise
im Projekt anschauen, die - abgesehen von den ausländischen Volontären
- ganz von den Familienmitgliedern getragen wird. Selbstverständlich
ist die Anstellung von anderen Arbeitskräften wiederum abhängig
von Einkünften, und so ist denn ein Kreislauf im Gange, der eigentlich
nur vom Projektleiter Daoud Nassar selbst durchbrochen werden kann. Dass
wir nicht alleine stehen mit unserer Haltung, bestätigte ein konstruktives
Treffen mit der Präsidentin und dem Kassier des deutschen Partnervereins
"Dahers Weinberg" in Trier an unserer Sitzung vom 21. Februar
07 in Zürich. Auch
sie beginnen, falls sie weiterhin Volontäre ins Projekt schicken wollen,
Professionalisierungsforderungen an Daoud Nassar zu stellen. Dies setzt diesen natürlich erheblich unter Zugzwang, und so stellt sich die Kommunikation unter uns als nicht einfach heraus. Ich verstehe seinen Ärger über die fehlenden Einnahmen auf unserer Seite, die für ihn natürlich eine grosse Unsicherheit bedeuten. Mehr Mühe bereitet es mir, wenn ich doch festzustellen meine, dass bei ihm eine freiwillige Einsicht eher fehlt, auf unsere Vorschläge einzugehen und die entsprechenden Schritte zu wagen. Daoud Nassar war an der letzten Vorstandssitzung vom 30. Mai anwesend, an der wir ihm denn auch klare Forderungen für die Organisationsentwicklung unterbreiteten. Persönlich habe ich meine weitere Tätigkeit im Vorstand an seinen Entscheid gebunden, auf diese Forderungen einzugehen oder nicht. Erste Schritte hat er nun unternommen und uns auch offen seine eigene Haltung kundgetan. Wir sind uns der Schwierigkeiten bewusst, die unsere Klarheit für den Projektleiter bedeutet, aber auch der Folgen für unsere Tätigkeit als Schweizer Freundeskreis, wenn wir einen unbefriedigenden Status quo aufrechterhalten. Die Diskussion muss nun darüber geführt werden, ob der Verein das Projekt wie es ist, weiter tragen will, oder aber die Ausrichtung des Vorstandes unterstützt. Enttäuschend war für mich der fehlende Rücklauf auf das Angebot im Märzversand, Daoud Nassar für Veranstaltungen in der Schweiz während der Jahresversammlung einzuladen. Sehr enttäuscht bin ich von Kreisen in der Schweiz, die wissen sollten, dass es uns als existenziell tragende Vereinigung des Projektes gibt und es dann für nicht nötig halten, uns zu informieren geschweige denn mit uns zu koordinieren, wenn sie Daoud Nassar für Veranstaltungen in Basel oder in der Nähe von Bern einladen. Es berührt mich seltsam, wenn Schweizerinnen und Schweizer sich über die in zivilen Angelegenheiten unmöglichen und anarchischen Zuständen in den palästinensischen Gebieten beklagen und sich dann über die strukturellen Hilfen, die wir bei uns zur Verfügung haben, nämlich Absprache- und Vereinsgepflogenheiten, hinweg setzen. Dies schadet letztlich dem Projekt in Bethlehem selbst am meisten. Wie gesagt, hat diese Auseinandersetzung auch Gutes: Lösungen und Entscheidungen müssen gesucht und getroffen werden. Ich kann mich besonders abstützen auf das konstruktiv-kritische Mittragen des Vorstandes sowie auf die einhelligen Stimmen etlicher professioneller Berater im In- und Ausland, die ich von Zeit zu Zeit beiziehe. Und die Mitarbeiterinnen im Sekretariat der "Weltweiten Kirche" Elisabeth von Rütte und Magdalena Schlosser, tragen sachlich viel dazu bei, uns von den administrativen Aufgaben zu entlasten. Bern, 05. September
2007
|
![]() |
|
![]() |
![]() ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||
Sommerkurse für Kinder und Jugendliche
|
| Material | US$ |
SFr. 1'040.-- |
| Honorar für lokale Künstlerin | US$ |
SFr. |
| Dokumentation | US$ |
SFr. |
| Total | US$ |
SFr. 2'360.-- |
Malen und Gestalten:
Anleitung zum freien Malen und Gestalten
| Material | US$ |
SFr. |
| Honorar lokale Künstlerin | US$ |
SFr. |
| Total | US$ 1'200 | SFr. 1980.-- |
Musik und Tanz:
Anleitung zum Herstellen und Spielen von Instrumenten und zum Tanz
| Material für einfache Instrumente wie Blockflöten, Trommeln, etc. | US$ 1'200 | SFr. 2000.-- |
| Honorar lokale KünstlerIn | US$
|
SFr.
|
| Total | US§ 1800 | SFr. 2960.-- |
Tagesprogramme für Jugendtreffen
auf dem Weinberg mit Diskussionen, Arbeitseinsätzen, Musik, Spielen und Feiern. Individuelle Kosten.




![]() |
![]() |
![]() |
||||||||||||||||||
Ein Spielplatz für "Zelt der Völker" auf dem WeinbergLeitidee:Für die Begegnungscamps und die Sommerkurse, sowie für die Treffen der Jugendgruppen soll auf dem Areal "Zelt der Völker" ein Spielplatz erstellt werden. Längerfristig ist vorgesehen, den Platz einer grösseren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Platz muss von Grund auf gestaltet werden. Vorgesehen ist aber eine sanfte, ökologisch und mit den Ressourcen des Projekts verträgliche Nutzung. Einfache Arbeiten können auch die Jugendlichen und Gastgruppen leisten. Geschätzte Kosten (Planung und maschinelle Bauarbeiten inbegriffen):
|
![]() |
|||||||||||||||||||
![]() |
![]() ![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
![]() |
Bericht von unserer Mitarbeiterin Sibylle Mani im Projekt "Zelt der Völker" Bethlehem, 07.02.05Nach der Ankunft in Bethlehem habe ich mich wieder an ein sesshaftes Leben gewöhnt und mir ein Umfeld geschaffen, in dem ich mich wohl fühle. Mein Auftrag für "Zelt der Völker" ist klar, und ich konnte mir eine gute Struktur aufbauen. An dieser Stelle ein grosses Merci an Heidi, die Volontärin vor mir, die durch ihre Arbeit eine gute Grundlage geschaffen hat. Ich konnte viele Kontakte mit verschiedenen Organisationen knüpfen. Dies half mir, einen Überblick betreffend der Situation und der bestehenden 250 NGO`s in Bethlehem zu verschaffen - was natürlich auch viele Fragen betreffend Doppelspurigkeiten, Sinn, Unsinn etc. hervorrufen. Die dadurch entstandenen Kontakte sind für meine Arbeit wie für meinen soziales Wohlbefinden sehr wertvoll. der JugendleiterInnenkursSeit Anfangs Januar geht es nun darum, den JugendleiterInnenkurs für "Tent of Nations" zu planen. Letzte Woche hatten wir einen Info-Abend und diesen Mittwoch werden wir nun mit den Kurs starten. Wenn es klappt, sollten am Mittwoch 14 motivierten junge christliche und moslemische Erwachsenen zum ersten Training erscheinen. Ich bin sehr gespannt, wie es wird - ich hoffe, dass wir einen guten Weg betreffend Zusammenarbeit finden werden. Wir treffen uns 2x pro Woche 2 h und für 2 Wochenenden. Die Zeit ist kurz und sehr gedrängt!! Die Inhalte des Kurses sind: Gruppengründung; Arbeiten in Gruppen; Wertschätzung gegenüber der eigenen/fremden Kultur& Religion; Organisation von Jugendanlässen; Rolle als Leiterin; Gewalt/ Gewaltfreiheit; Verantwortung gegenüber mir und der Gesellschaft; Politisches Denken und Handeln. Die wichtigsten Ziele des Kurses sind: Grundlagen/Kenntnisse der Organisation einer Jugendgruppe/Jugendarbeit sowie Kenntnisse zur Planung und Durchführung von Jugendaktivitäten erlangen; die Teilnehmenden kennen ihre Stärken und Schwächen und werden mit der Rolle als JugendleiterIn vertraut gemacht; Jahresplan für die zuständigen Jugendgruppen erstellen. Am Schluss sollten folgende Produkte vorhanden sein: JedeR TeilnehmerIn hat einen Jahresplan für die jeweils zuständige Gruppe; JedeR TeilnehmerIn hat ein Konzept für die entsprechende Jugendgruppe; ca. 6 Themen (z.B. Freundschaft, Umwelt,...) sind zur Umsetzung in der Gruppe ausgearbeitet. Die Umsetzung versuche ich mit verschiedenen Organisationen vor Ort gemeinsam durchzuführen - ein erster Schritt zur Vernetzung, was leider zwischen den verschiedenen NGO`s hier auf dem Platz Bethlehem oft zu wenig geschieht! Diese Arbeit stellt an mich eine grosse Herausforderung dar, die ich mit Freude, aber auch Bedenken angehe. Denn was ist, wenn wir nicht die nötigen Personen finden, die bereit sind, nach meiner Abreise für die Jugendarbeit von "Tent of Nations" mehr Verantwortung zu übernehmen? Wird dann einfach alles im Sand verlaufen? Denn eine Jugendarbeit funktioniert nicht alleine mit guten Plänen und Strategien, sondern es braucht eine Motivation und den Willen, die Ideen in Taten umzuwandeln. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es motivierte Leute, die mit viel Elan und Freude sich dieser Aufgabe widmen. Damit die LeiterInnen das auch eingehen, brauchen sie selber eine Betreuung und Unterstützung - ansonsten besteht die grosse Gefahr, dass sie bald die Arbeit frustriert und ausgebrannt niederlegen oder ein Chaos entsteht.
|
![]() |
|
![]() |
![]() ![]() |
![]() |