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Dahers Weinberg darf nicht enteignet werdenIm Jahr 1924 kaufte
Daher Nassar ein Grundstück. Das Land ist 42 Hektar gross und liegt
etwa 9 km südlich von Bethlehem auf einem wunderschönen Hügel
(ca. 950m ü.M ). Von dort hat man einen herrlichen Blick nach Westen
bis zum Mittelmeer.
begann mit den beiden
Söhnen Nayef und Bischara das Land zu kultivieren. Mit viel Mühe
und Schweiß pflanzten sie Hunderte von jungen Bäumchen:
Die umliegenden jüdisch-israelischen Siedlungen wachsen rasant und bedrängen das Grundstück der Familie Nassar: Ende Januar 2002 bekam unser Rechtsanwalt einen Brief, das Militärgericht hat nach 10 Jahren unseren Antrag gegen die Enteignung ein Teil des Weinberges aus politischen Gründen abgelehnt, obwohl wir all die nötigen Dokumente und Landurkunden haben. Ein Anwalt in Israel musste sofort gesucht werden, der Menschenrechtsanwalt Jonathan Kuttab aus Jerusalem ist jetzt mit dem Verfahren beauftragt worden. Der Fall kommt nun vor den Obersten Gerichtshof in Israel. Mitten in der Nacht auf den 12. Oktober 2002 haben israelische Siedler noch einen Weg durch unser Land gebaut, sie haben Olivenbäume zerstört und sind einfach mit dem Bulldozer gefahren. Diese Siedler wissen ganz genau, dass das Land privat ist, aber sie versuchen soweit es geht, neue Fakten auf dem Boden zu schaffen. Wir sind zu Polizei, gegangen und die Polizei hat gesagt, dass die Sache geprüft werden soll, ob das stimmt, wissen wir nicht. Wir haben die zerstörten Steinmauern wieder aufgebaut, doch eine Nacht später kamen die Siedler wieder und haben einen noch breiteren Weg gebaut. Jetzt bringt unser Rechtsanwalt das vor das Obergericht in Israel, um die Siedler zu stoppen. Seitdem haben wir die Steinmauern wieder aufgebaut und das vom Bulldozer zerstörte Land gepflügt. In den Wochen und Tagen vor den Wahlen und kurze Zeit vor der Verhandlung vor dem Obersten Gericht in Israel kommt es immer wieder zu Übergriffen und zum Beginn von Strassenbauten von den Siedlungen her durch unser Land. Die Siedler nützen die politische Situation restlos zu ihren Gunsten aus und werden offenbar vom Militär und von den politischen Instanzen gedeckt. Seit mehr als 12 Jahren kämpfen wir gegen die Enteignung eines Teils des Weinberges. Die Sitzung vom 5. Februar 2003 vor dem Obergericht in Israel statt, an der über die Enteignung eines Großteils unseres Landes verhandelt werden wird, soll offenbar nach den neuesten Informationen etwas verschoben werden. Das ganze wird uns mehr als 10 000 US Dollars an Anwaltskosten und anderen Spesen kosten, wir sind froh und sehr dankbar, dass die ersten 5 000 US Dollar vom Verein "Schweizer Freundeskreis Zelt der Völker" finanziert wurde. Das ist ein Zeichen der Solidarität mit uns und mit dem Weinberg. Wir geben nicht auf,
Dahers Weinberg darf nicht enteignet werden.
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Palästina / Israel: Landenteignung und friedlicher WiderstandEin Fall von symbolischer
Bedeutung für Solidaritätskreise in der Schweiz
Die Geschichte wurde zum Beispiel für die andauernde und systematische Landenteignungspolitik der israelischen Besatzung in der Westbank und Gaza. Besuche von Solidaritätsgruppen und Pflanzaktionen halfen dabei, die Aufmerksamkeit wach zu halten und die Besitzerfamilie zu unterstützen, nicht zuletzt gegen die Übergriffe durch die Siedler aus den umliegenden israelischen Siedlungen. Viel versprechendes FriedensprojektEbenso konnten Kontakte
zum Schweizer Freundeskreis von Givat Haviva, dem israelisch-arabischen
Friedenszentrum bei Gadera etabliert werden (www.dialogate.org.il). Einmal mehr: Gefährdetes
Land - Gefährdete Rechte - gefährdete Zukunft Im Frühling 2002 beginnen die Siedler mit dem Bau einer illegalen Strasse durch das Grundstück der Familie Nassar. Erst die Intervention vor Gericht stoppt sie vorläufig:
Im Schatten des Irakkrieges geht die israelische Besatzungs- und Besiedlungspolitik ungehindert weiter. Friedenswillige Menschen auf israelischer wie auch auf palästinensischer Seite verdienen es, Aufmerksamkeit und Gehör zu finden. Wir unterstützen sie auf unserer Seite mit friedlichen und demokratischen Mitteln und bitten Sie, einmal mehr am Fall des Nassarlandes in Ihrem Medium auf die alltägliche Wirklichkeit und grosse menschliche - und ökologische - Tragödie in Palästina hinzuweisen.
Für mehr Informationen und Kontakte:
Sophia Bietenhard,
14.04.2003
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kann kostenlos der Acrobat-Reader heruntergeladen werden. |
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